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Liebe Leserin, Lieber Leser,
Unsere September-Ausgabe der Supplementa Monatsnews steht ganz unter dem Zeichen der Prävention bzw. Gesundheits-Prophylaxe:
Eine wachsende Zahl von Studien signalisiert, dass zahlreiche Multi-System-Erkrankungen mit einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit der Mitochondrien in Zusammenhang stehen. Aufgrund seiner zentralen Rolle für den Energiehaushalt und den Schutz der Mitochondrien lassen sich mit Alpha-Liponsäure viele typische Altersbeschwerden ausbremsen.
Da unsere Ernährung meist ein Überangebot an Omega-6-Fettsäuren liefert, kann das empfindliche Gleichgewicht zwischen Omega-3- und Omega-6-Fetten — beide unverzichtbar für unser Wohlbefinden — schnell aus der Balance geraten. Dies kann ohne eine kontrollierte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren gravierende Folgen haben, u.a. hohem Blutdruck, Arteriosklerose, Entzündungen oder gar Depressionen.
Ein Mangel an Vitamin B-12 ist weiter verbreitet als vielen bewusst ist. Dies mag auch daran liegen, dass pauschale Behauptungen wie z.B. „Wer Fleisch isst, nimmt genügend B-12 zu sich.” oder „Alle Vegetarier sind von B-12-Mangel bedroht.” nur wenig mit den eigentlichen Ursachen eines B-12-Mangels zu tun haben. Wir nehmen deshalb die wichtigsten Risikogruppen und Frühwarnzeichen für B-12-Mangel genauer unter die Lupe.
Ihr Felix Henrichs und das gesamte Supplementa-Team
Altern als Folge mitochondrialer Schwäche?
„…Ich bin warm, weil im Inneren jeder meiner Körperzellen dutzende, hunderte oder sogar tausende von Mitochondrien die von mir verzehrte Nahrung verbrennen…” (Gottfried Schatz, Biochemiker)
Ohne die Arbeit der Mitochondrien läuft in unserem Körper gar nichts. Denn die Mitochondrien stellen die Energie zur Verfügung, ohne die unsere Organe nicht funktionieren würden. Ohne sie würde das Herz nicht schlagen, wir würden nicht atmen, wir würden nicht verdauen und unsere Gliedmaßen nicht bewegen können. Deshalb befinden sich auch besonders viele Mitochondrien in den Zellen, die viel Energie verbrauchen wie den Muskelzellen, Nervenzellen, Sinneszellen, Eizellen, Zellen der Darmschleimhaut und des Immunsystems. Eine Herz-, Nerven- oder Leberzelle hat bis zu 5000 Mitochondrien. Zum Überleben braucht der menschliche Körper also Energie. Diese wird zuerst aus der Nahrung gewonnen und gelangt dann über das Blut in die Zellen. Um dort genutzt oder gespeichert werden zu können, muss sie jedoch erst „verbrannt” werden — ähnlich wie Benzin in einem Motor. Dies ist die Aufgabe der Mitochondrien, die deshalb auch als die Kraftwerke des Körpers bezeichnet werden.
Aufbau der Mitochondrien
Mitochondrien sind spezielle kleine Zellorgane, die in jeder Zelle vorhanden sind. Besonders häufig kommen sie — wie bereits gesagt — in Muskel-, Nerven-, Sinnes- und Eizellen vor. Ein Mitochondrium (aus griech. Mitos für „Faden” und chondros für „Korn”) ist in der Regel bohnenförmig, gelegentlich aber auch rund. Es besteht aus einer inneren und äußeren Membran. Während die äußere Membran das Organell wie eine Schale umhüllt, ist die innere Membran gefaltet und gefächert. Zwischen diesen Falten befindet sich die flüssige Mitochondrienmatrix. Die darin enthaltenen Proteinkomplexe der Atmungskette sind für die eigentliche Energieproduktion verantwortlich. Außerdem sitzt in der Matrix ein eigenes Genom, die ringförmige DNA des Mitochondriums, sowie Ribosomen. Das Mitochondriumgenom macht etwa ein Prozent der menschlichen Erbinformation aus. Daher können defekte Mitochondrien etwa 50 verschiedene Krankheiten hervorrufen. Diese werden unter den Begriff Mitochondriopathien zusammen gefasst.
Mitochondrienerschöpfung als Auslöser für Zivilisationskrankheiten
Das gemeinsame Merkmal der Mitochondriopathie ist die Störung der Zellleistung und der Zellsteuerung. Diese führt zu einem Energiemangel, der — bildlich gesprochen — in einem Haus die Lichter ausgehen lassen würde. Die Mitochondrien sind zur Erfüllung ihrer Aufgaben mit über 50 Enzymen ausgestattet, die teils organspezifisch sind und jeweils aus bis zu 40 Proteinen bestehen. Je nach Lokalisation der Defekte kommt es zu vielfältigen Kombinationen unterschiedlicher Symptome. Die so genannte Mitochondrienerschöpfung wird mehr und mehr als ein wichtiges Schlüsselphänomen im Verständnis von Altersvorgängen erkannt. Die Folgen sind fatal: denn die Funktionsstörungen der Zellen stehen meist am Anfang von Zivilisationserkrankungen, diese wiederum sind der Beginn von Multisystemerkrankungen.
Das Benzin für die Mitochondrien
Alpha-Liponsäure spielt eine herausragende Rolle bei der Energiegewinnung innerhalb der Mitochondrien. Denn sie vermag Nahrungszucker in Energie umzuformen. Alpha-Liponsäure agiert als Coenzym bei zahlreichen Enzymkomplexen und versteht Nahrungszucker in Energie um zu wandeln, eine Eigenschaft, die besonders für Diabetiker, Abnehmwillige und Sportler interessant ist. Für den Diabetiker ergibt sich daraus eine Insulin sparende Wirkung, der Abnehmwillige speichert weniger Zucker in Form von Körperfett und der Sportler verfügt schlicht über mehr Kraft!
Alpha-Liponsäure ist dabei ein körpereigener Stoff, der durch die Mitochondrien auch in ein starkes Antioxidans transformiert wird, sofern genügend davon vorhanden ist. Der Körper vermag Alpha-Liponsäure zwar herzustellen, jedoch nur in geringen Mengen.
Von allen nennenswerten Antioxidantien besitzt nur die Alpha-Liponsäure die Fähigkeit sowohl in wasserlöslicher als auch in fettlöslicher Umgebung zu wirken. So kann Alpha-Liponsäure Freie Radikale in Fettgeweben (z.B. Nervensystem) sowie in Geweben, die hauptsächlich aus Wasser bestehen (z.B. Herz) ausmerzen.
Ebenso bedingt durch diese Eigenschaft überwindet die Alpha-Liponsäure die Blut-Hirn-Schranke. Diese Fähigkeit ermöglicht zusätzlich eine schützende Wirkung vor neurologischen und kognitiven Erkrankungen wie Alzheimer. Es „recycelt” und unterstützt die Wirkung anderer Antioxidantien (Vitamin C, Glutathion, Q10 und Vitamin E) und bildet so mit diesen Stoffen ein „antioxidatives Netzwerk”. Den B-Vitaminen hilft es bei der Umwandlung von Proteinen, Kohlehydraten und Fetten in Energie.
Das Altern, das mit einem progressiven Abfall der Mitochondrien-Funktion zu tun hat, ist ein unvermeidbares biologische Ereignis. Während die Oxidantien-Produktion steigt, nehmen das mitochondriale Membranpotential, die Zellwandfluidität sowie der Sauerstoffverbrauch ab. Die steigende Oxidantien-Bildung verursacht allerdings an Lipiden, Proteinen und der mitochondrialen DNA, irreparable Schäden. Dieser vermag die Alpha-Liponsäure zum einen entgegen zu wirken, zum anderen hält es die Energieproduktion auf gehobenen Niveau. Damit werden für unseren Körper schädliche Prozesse verlangsamt und Alterungsvorgänge, die am Ende zu Erkrankungen führen, verzögert.
Fazit
Es ist sicherlich sinnvoll, unseren Körper mit ausreichend Alpha-Liponsäure zu versorgen. Gut versorgte Mitochondrien danken es uns mit spürbarer Energie und einer Verlangsamung des Alterungsprozess. Eine Mitochondrienerschöpfung mit all ihren Konsequenzen kann durch eine regelmäßige Einnahme vermieden werden.
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BLUTDRUCK, HERZ, ARTERIOSKLEROSE: Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Omega-3-Fettsäuren vorbeugen
ACHTUNG: Eine aktuellere, inhaltlich überarbeitete und ergänzte Fassung dieses Beitrags finden Sie unter:
TAUBHEITSGEFÜHLE, NEURALGIEN, DEPRESSIONEN? Mögliche Folgen eines subklinischen B-12-Mangels
Ein Mangel an Vitamin B-12 ist weiter verbreitet als man denkt. Nicht nur Schwangere und Vegetarier können davon betroffen sein — gerade ältere Menschen leiden häufig unter einem B-12-Mangel. Auch die Einnahme von Medikamenten, regelmäßiger Alkoholkonsum, Rauchen und Diäten sind regelrechte Vitamin-B-12-Vernichter und lassen ein Defizit schnell entstehen. Zudem ist bei vielen Personen mit gastrointestinalen Erkrankungen wie Magenresektion, Morbus Crohn, Helicobacter-pylori-Infektion, Stomatitis, Anorexie und Diarrhö die Aufnahme von Vitamin B-12 gestört. Auch Patienten mit ungeklärten neuropsychatrischen Symptomen haben oft einen erhöhten Bedarf an Vitamin B-12.
Vitamin-B-12 kommt praktisch nur in tierischen Lebensmitteln vor. Fleisch, Fisch und Eier sind die besten Lieferanten. Milchprodukte enthalten nur kleine Mengen, vorausgesetzt die Milch wird nicht pasteurisiert (erhitzt). Innereien wie Leber enthalten bei weitem die höchste Konzentration. Bei Menschen, die einen vegetarischen Lebensstil pflegen, kann es deshalb zu ernsthaften Problemen bei der Versorgung kommen.
Es gibt Studien, die einen Vitamin-B-12-Mangel bei ca. 80% aller strikten Vegetarier (kein Ei, Fisch oder Fleisch) und Veganer (nur pflanzliche Nahrung) belegen. Das sind alarmierende Zahlen.
Auch so genannte Lakto-Vegetarier, die Milchprodukte einnehmen, sollten sich nicht in Sicherheit wiegen. Nur geringe Mengen an Vitamin B-12 sind in Milchprodukten enthalten. Denn die Hitzeeinwirkung bei der Pasteurisierung von Milch reduziert den Gehalt von Vitamin B-12 um 60-80%. Vitamin B-12 ist grundsätzlich hitzelabil und wird schnell denaturiert und zerstört. Auch bei der Zubereitung von Fleisch gehen 60-80% des darin enthaltenen Vitamin B-12 verloren.
Wirkung von Vitamin B-12
Kann z.B. der Intrinsische Faktor nicht gebildet werden, bekommt unser Körper zu wenig Vitamin B-12. Vitamin B-12 ist aber für die Blutbildung im Knochenmark von ungeheurer Bedeutung. Fehlt Vitamin B-12, dann sind die roten und weißen Blutkörperchen geschädigt und die Blutplättchen (Thrombozyten, die für die Blutgerinnung verantwortlich sind) vermindert. Das Knochenmark, eine der Blutbildungsstellen, kann nicht normal arbeiten, und die roten Blutkörperchen lösen sich leicht auf (Hämolyse). Blassgelbliche Haut, Herzbeschwerden und Zungenbrennen sind dafür Symptome.
Durch Vitamin B-12 wird auch das Enzymsystem beeinflusst. Bei einem Mangel können verschiedene Enzymaufgaben nicht durchgeführt werden: Eine unentbehrliche Aminosäure, Methionin (aus der Adrenalin entsteht), wird nicht gebildet, Folsäure (die der Vitamin-B-Gruppe angehört) kann ohne Cobalamin seine Wirkung nicht entfalten.
Bei der Aufnahme des Vitamin B-12 in unseren Organismus spielen sowohl Magen als auch Bauchspeicheldrüse und Dünndarm eine wichtige Rolle. Folgende Schritte sind dafür nötig:
- Vitamin B-12 wird im Magen durch die Magensäure aus der Nahrung freigesetzt und an ein Transport-Eiweiß gebunden;
- Im oberen Dünndarm spalten Enzyme der Bauchspeicheldrüse diese Verbindung auf;
- Dort bindet Vitamin B-12 an den so genannten Intrinsischen Faktor (IF);
- Der IF wird von Magenzellen gebildet und er schützt das Vitamin vor Verdauungsenzymen;
- Zellen in der Wand des unteren Dünndarm nehmen den Komplex aus IF und Vitamin B-12 auf.
- Der Körper kann Vitamin B-12 nur dann vom Darm ins Blut aufnehmen, wenn es an den Intrinsischen Faktor gebunden vorliegt.
Funktioniert dieser Ablauf nur an einer Stelle nicht richtig, ist die Aufnahme von Vitamin B-12 gestört, was zu weitreichenden gesundheitlichen Problemen führt.
Vitamin B-12 kann das gesamte Nervengewebe aufbauen helfen. Wenn es fehlt, treten bei perniziöser Anämie Rückenmarksschädigung, Taubheitsgefühl und Bewegungsstörungen auf. Vitamin B-12 kann aber auch bei Nervenentzündungen allgemeiner Art, außerdem bei der schmerzhaften Trigeminusneuralgie (im Gesicht) und bei Rheumaerkrankungen schmerzstillend wirken. Für den Gehirnstoffwechsel ist ebenfalls die Mitwirkung von Vitamin B-12 nötig. Bei einem Mangel ist das psychische Befinden irritiert und es kommt zu Depressionen, da die verantwortlichen Gehirnsubstanzen, die Neurotransmitter, nicht gebildet werden können.
Ein Vitamin-B-12-Mangel ist weit verbreitet
Nicht nur eine nicht reibungslos arbeitende Verstoffwechselung von Vitamin B-12 kann zu einem Mangel führen, auch viele Medikamente verhindern die Aufnahme von Vitamin B-12. Nexium, Losec, Omeprazol, Pariet und Rifun sind sogenannte „Proton-Pump-Inhibitoren”, die die Säureproduktion blockieren. Cimitidin, Zantac und Tagamet, sogenannte „Histamin-Rezeptoren-Blocker” wirken ähnlich. Wenn die Produktion der Magensäure durch diese Medikamente blockiert wird, kann der Körper kein Vitamin B-12, Mineralien oder Eiweiss aufnehmen. Antibiotika, die Pille, bestimmte Diabetes-Medikamente und Cortison reduzieren auch die Aufnahme von Vitamin B-12. Das gleiche gilt auch für Raucher. Menschen ab 50 Jahren haben oft Probleme, genügend Vitamin B-12 zu resorbieren. Mit zunehmendem Alter resorbiert man weniger Vitamin B-12, da viele Erwachsene an einer sogenannten „atrophischen Gastritis” leiden, wodurch die Magenschleimhaut dünn und spröde wird, was sowohl die Säureproduktion als auch die Sekretion des Intrinsischen Faktors hemmen kann. Die Magenschleimhäute zeigen nach 40 oder 50 Jahre harter Arbeit meistens deutliche Verschleisserscheinungen.
Fazit
Subklinischer Vitamin-B-12-Mangel ist ein weit verbreitetes, oft nicht erkanntes Problem. Antriebslosigkeit, Depression, Müdigkeit und Schlafstörungen sind die ersten, unspezifischen Anzeichen eines Vitamin-B-12-Mangels. Die Symptome treten in der Regel ganz schleichend auf. Später kann eine Anämie hinzukommen. Zum Schluss wird das Nervensystem angegriffen und Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer können entstehen.

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