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Verdauungsenzyme

Verdauungsenzyme spalten Nahrungsbestandteile in kleinere, aufnehmbare Einheiten. In dieser Kategorie finden Sie sorgfältig ausgewählte Enzympräparate für Kundinnen und Kunden, die Wert auf klar deklarierte Aktivitätseinheiten und nachvollziehbare Zusammensetzungen legen.

Verdauungsenzyme – welche Gruppen es gibt

Der Körper bildet Verdauungsenzyme in Speicheldrüsen, Magen, Bauchspeicheldrüse und Dünndarmschleimhaut. Sie lassen sich nach ihrem Substrat einteilen: Proteasen spalten Eiweiß, Amylasen Kohlenhydrate, Lipasen Fette, Laktase den Milchzucker, Cellulase und Hemicellulase pflanzliche Fasern sowie Alpha-Galaktosidase bestimmte Mehrfachzucker aus Hülsenfrüchten und Kohl.

Als Nahrungsergänzung werden Enzyme überwiegend aus mikrobieller Fermentation gewonnen, häufig aus Aspergillus-Kulturen. Diese Enzyme sind pflanzlich beziehungsweise mikrobiell und damit für eine vegane Ernährung geeignet. Daneben gibt es Enzyme tierischen Ursprungs wie Pankreatin sowie pflanzliche Enzyme wie Bromelain aus der Ananas und Papain aus der Papaya.

Worauf sollte man bei Enzympräparaten achten?

Das wichtigste Kriterium ist die Angabe der Enzymaktivität, nicht das Gewicht in Milligramm. Aktivität wird in speziellen Einheiten angegeben – etwa HUT oder SAPU für Proteasen, DU für Amylase, FIP oder FCCLU für Lipase und ALU oder FCC für Laktase. Zwei Produkte mit gleicher Milligrammangabe können sehr unterschiedliche Aktivitäten aufweisen.

Ein zweiter Punkt ist der pH-Bereich, in dem ein Enzym arbeitet. Mikrobielle Enzyme sind häufig über einen breiteren pH-Bereich aktiv als tierische. Bei Enzymkomplexen lohnt der Blick darauf, ob alle relevanten Gruppen abgedeckt sind oder ob gezielt ein einzelnes Enzym wie Laktase enthalten ist.

Welche Produkte finden Sie in dieser Kategorie?

Die Auswahl umfasst breit aufgestellte Enzymkomplexe für gemischte Mahlzeiten, spezialisierte Produkte wie Laktase, Alpha-Galaktosidase oder glutenabbauende Proteasen sowie Einzelenzyme wie Bromelain und Papain.

Verdauungsenzyme werden üblicherweise unmittelbar zu Beginn oder während einer Mahlzeit eingenommen, damit sie mit der Nahrung in Kontakt kommen. Enzyme, die zwischen den Mahlzeiten auf leeren Magen genommen werden, verfolgen dagegen ein anderes Konzept – hier lohnt der Blick auf die Produktangaben.

Für wen können Enzympräparate interessant sein?

Nachgefragt werden sie häufig von Kundinnen und Kunden, die auf schwer verdauliche Mahlzeiten reagieren, die viel unterwegs essen, die ihre Ernährung umstellen oder die sich mit dem Thema Darm und Mikrobiom beschäftigen.

Anhaltende Verdauungsbeschwerden gehören ärztlich abgeklärt. Bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Magengeschwüren, Gallenwegserkrankungen, bei Blutgerinnungshemmern – relevant insbesondere bei Bromelain –, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern ist eine fachliche Rücksprache angeraten. Bei Ananas- oder Papaya-Allergie sind entsprechende Enzyme zu meiden.

Häufige Fragen zu Verdauungsenzymen

Warum sind Aktivitätseinheiten wichtiger als Milligramm?

Weil die Milligrammangabe nur das Gewicht beschreibt. Wie viel ein Enzym tatsächlich umsetzen kann, zeigt erst die Aktivitätsangabe in der jeweiligen Einheit.

Wann nimmt man Verdauungsenzyme ein?

Üblicherweise direkt zu Beginn oder während der Mahlzeit. Maßgeblich sind die Hinweise auf dem jeweiligen Produkt.

Sind Enzympräparate vegan?

Mikrobiell gewonnene Enzyme sowie Bromelain und Papain sind pflanzlich beziehungsweise mikrobiellen Ursprungs. Pankreatin stammt dagegen aus tierischen Quellen. Die Deklaration gibt Auskunft.